Beziehungsweise Folge 1:   Deckenventilator

Hast du dich schon mal mit Deckenventilatoren auseinander gesetzt? Nein? Du kannst ganz beruhigt sein, ich auch nicht. Naja zumindest bis zu dem Tag, als ich mit meinem Freund zusammengezogen bin. Seitdem führen wir in regen Abständen gerne mal eine kleine Diskussion über genau diese Thematik.

 

Wie es überhaupt so weit kommen konnte, liegt relativ offensichtlich auf der Hand: wir wohnen seit März in einer Dachgeschosswohnung. Da könnte es an heißeren Tagen durchaus mal vorkommen, dass es vielleicht etwas warm in unserer Bude werden könnte. Sagen wir mal so: das Himmelloft könnte sich relativ schnell in eine finnische Sauna verwandeln. Aus dem Grund hat Felix irgendwann in den Raum geworfen, dass ein Deckenventilator in unserem Wohnzimmer doch die ideale Lösung sein könnte. Beziehungsweise: Nein. Stopp. Er hat nicht von einem Deckenventilator gesprochen, sondern direkt von zwei. Du kannst dir sicherlich vorstellen, wie ich in dem Moment reagiert habe: mit purer Ignoranz!

 

Das kann er doch nicht Ernst meinen! Wozu macht man sich schließlich zig Gedanken über die Einrichtung, um dann alles mit einem (pardon, zwei!) Deckenventilator(en) zunichte zu machen. Meine Einstellung zu der Thematik lässt sich glaube ich ganz gut erahnen…

 

Ich muss ihn allerdings auch etwas in Schutz nehmen bzw. Anerkennung aussprechen. Nachdem er es beim ersten Mal einfach ohne drüber nachzudenken in den Raum geworfen und festgestellt hat, dass sich die Begeisterung in Grenzen hielt, hat er sich für das zweite Mal eine Taktik überlegt, die an sich gar nicht so schlecht war.

 

Stell dir folgende Situation vor: du befindest dich auf Cuba. Es ist ein Tag, an dem die Luft steht und du dich nur nach einer Abkühlung sehnst. Du suchst eine Bar auf. Bestellst dir einen erfrischenden Drink und während du darauf wartest, genießt du das Ambiente. Hohe Decken, große Palmen die verteilt im Raum stehen, im Hintergrund läuft kubanische Musik, einige tanzen und untermalt wird das ganze von…na kannst du erraten was jetzt kommt: genau, riesige Deckenventilatoren!

 

Merkste selbst, oder? Bis zu dem Moment mit den Deckenventilatoren hatte er mich mit seinem Storytelling. In dem Zusammenhang ist es mir nämlich wie Schuppen von den Augen gefallen! Er wollte die Ungetümer auch noch in riesiger Größe. Genauer gesagt in 1.60m Breite. Klar, why not?

 

 

Okay jetzt im Ernst, es gibt schon einige Pro`s dafür. Einer ist, dass wir beim streichen der Wände festgestellt haben, dass die Luft an der Decke steht. Es wäre natürlich sinnvoll eine Luftzirkulation zu schaffen, um die Wärme gleichmäßig im Raum nutzen zu können (sowohl im Winter, als auch im Sommer). Das wiederum führt im besten Fall zu einer geringeren Heizrechnung. Ja, alles nachvollziehbare Gründe. Contra dagegen ist der hässliche Look (!!!) und das die Dinger auch einfach richtig teuer sind. Meine Bereitschaft für etwas, dass ich hässliche finde auch noch viel Geld auszugeben, ist ehrlich gesagt sehr gering bis nicht vorhanden.

 

Bei mir ist es jedes Mal, sobald wir mal wieder über die Thematik reden, so dass sich bei mir alles zusammenzieht und das trotzige Kind in mir rauskommt, dass das Gespräch am liebsten weg ignorieren möchte. Nicht so richtig Erwachsen, ich weiß. Allerdings war ein Grund, weswegen ich mich in die Wohnung verliebt habe, der (freie) Blick vom Flur ins Wohnzimmer.

 

 

Da man in einer Partnerschaft aber natürlich immer Kompromissbereit sein sollte, haben Felix und ich den Deal gemacht, dass wir diesen Sommer erst einmal abwarten, wie schlimm es mit der Hitze bei uns im Himmelloft wirklich wird. Glücklicherweise waren die ersten warmen Tage absolut erträglich. Das könnte daran liegen, dass das Dachgeschoss erst 2015 ausgebaut wurde und extrem gut isoliert ist. Zusätzlich lassen sich im Wohn-/Essbereich die Fenster zu beiden Seiten öffnen, sodass man einen angenehmen Durchzug erzeugen kann. Und nicht zu vergessen ist unser Standventilator, der den Rest erledigt.

 

 

Drück mir die Daumen, dass das alles ausreicht, damit die Diskussion mit den Deckenventilatoren direkt wieder im Keim erstickt wird. Ich schaue derweil lieber nach schönen Deckenleuchten 😉

Kategorien Leben
Sarah Ramroth

Mich hat es vor über 8 Jahren in die wunderschöne Stadt Hamburg verschlagen und ich liebe es hier über Flohmärkte zu schlendern, Tage am Elbstrand zu verbringen und mit Freunden Hamburg immer wieder auf’s Neue zu entdecken. Ich wollte einen Blog schaffen auf dem ich meine Leidenschaft für Interior und Hamburg verbinden kann und deswegen kam mir die Idee zu wohn.glück. Mit Ecken und Kanten, aber dafür mit einer großen Portion Leidenschaft.

6 Kommentare zu “Beziehungsweise Folge 1:   Deckenventilator

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    Oh je, lieber Felix, du kannst nicht gewinnen ich kann Sarah absolut verstehen und drücke ihr daher die Daumen, dass die Wohnung wirklich soooo gut isoliert ist, dass sie auch noch höheren Temperaturen standhält und Sarah um die weitere Diskussion mit den DECKEN Ventilatoren herumkommt, sorry!

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    Ach was, no fear, Ceiling Fans sind bei uns hier in den USA standard. Davon gibt es inzwischen auch schönere Vatianten aus Korb oder kleiner-wirkende two-blade fans. Das muss nicht hässlich sein. And let’s be real, this planet is only getting hotter.

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    Barbara Rekittke

    Team Sarah!!! Die Deckenventilatoren würden die grandiose Sicht ins Wohnzimmer stören und sind in meinen Augen einfach zu teuer. Dann lieber Standgeräte, die wieder weg können. Aber ihr macht das schon

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    Sorry Felix aber ich bin Team Sarah ich könnte mich damit optisch auch null mit anfreunden!! Lieber in einen oder zwei richtig gute Ventilatoren investieren die man im Winter wieder verstauen kann als für immer an der Decke zwei dicke Motten hängen zu haben !!! Sooorryyy

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