Dankbarkeit

mache die Augen auf und blinzle in die langsam doch tief stehende Sonne. Ein wunderbarer Tag liegt hinter mir. Ausschlafen, ein langer Hundespaziergang, Nachmittags schon das erste Glas Wein in der Sonne auf unserer Terrasse. Normalerweise würde ich das Urlaub nennen. Nur normal ist dieser Tage leider nichts.

Nachdem sich in den letzten Tagen die Nachrichten nur so überschlagen haben und ich wie gebannt vor Newstickern fest hing, merke ich wie ich langsam ankomme. Ankomme in einer neuen Realität. Und wie immer, wenn sich Dinge radikal ändern ist es vielleicht auch jetzt Zeit kurz durchzuatmen und zu sehen wo man steht.

Aber wo stehe ich? Während um mich herum eine Hiobsbotschaft die Nächste jagt geht es mir – gut. Nein man muss sogar sagen sehr gut. Nur, dass mir das jetzt viel bewusster wird. Und in mir kommt ein Gefühl auf, dass ich so deutlich und kräftig lange nicht mehr gespürt habe: Dankbarkeit.

Ich will dir an dieser Stelle die tausendste Wiederholung von Dankbekundungen unserer Zeit ersparen. Denn selbstverständlich bin auch ich all jenen dankbar, die jeden Tag ihr bestes geben um der Situation Herr zu werden. Ich will dich viel lieber ermuntern dir einen Moment Zeit zu nehmen und dir bewusst zu machen wofür du jetzt gerade besonders Dankbar bist.

Ich zum Beispiel bin gerade unfassbar dankbar für die Sonne. Wie unerträglich wäre all das bei Regen. Genauso dankbar bin ich für diese Terrasse, die mich die Sonne genießen lässt und für das Glas Wein in meiner Hand, das mir den Geschmack von Urlaub auf die Zunge legt. Aber noch unfassbar viel dankbarer bin ich gerade dafür nicht alleine zu sein. Sarah an meiner Seite zu haben. Und Momo. Und all meine Lieben, nur einen Anruf entfernt.

Vielleicht ist das das beste an dieser Zeit. Dinge, die einem vorher selbstverständlich, vielleicht sogar lästig vorkamen rücken plötzlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Vielleicht können wir in dieser Krise lernen und Wachsen. Ich habe gelernt dankbar zu sein. Vor allem für das was selbstverständlich scheint.

Kategorien Leben unterwegs
Felix Sodomann

Hallo Welt! Vor über drei Jahren hat es mich aus dem wunderschönen Süden der Republik in das mindestens genauso schöne Hamburg verschlagen. Hier habe ich auch meine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt, die ich wann auch immer möglich auf unserer Parzelle auslebe. Wenn ich nicht in der Erde wühle oder den Rasen im Zaum halte, fröhne ich meiner anderen großen Leidenschaft: dem Kochen. Seit Sarah in mein Leben getreten ist, ist auch wohn.glück ein fester Bestandteil meines Alltags geworden und aus Sarahs Baby ist unser gemeinsames geworden. Und auch wenn es uns manchmal bis tief in die Nacht wachhält ist wohn.glück inzwischen auch meine Leidenschaft.

4 Kommentare zu “Dankbarkeit

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    Laura T.

    Ich habe schon immer gedacht, dass alles eines Tages nicht mehr so bleiben wird. Es muss erst etwas geschehen damit die Menschen aufwachen. Alles läuft nicht immer so weiter wie viele gedacht haben. Und jetzt wird es vielen bewusster.
    Aus dieser Krise nehmen Menschen viel mit und zwar die Aufgabe sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gesundheit ist das höchste Gut was wir haben. Dankbarkeit sollte mehr Beachtung erhalten.
    Danke für diese wunderbaren Worte. Bleib GESUND.

    Herzliche Grüße

    Laura T.

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    Ja! Wir können jetzt unglaublich viel über uns lernen und es gibt neue Chancen …. wir müssen sie nur erkennen !! Bleibt gesund und glücklich ! Und dankbar !! Mir geht es auch so, plötzlich nervt der Garten mit der ganzen Arbeit nicht mehr , plötzlich versöhnt man sich mit dem Kaff in dem man wohnt und immer unzufrieden war , plötzlich findet man toll dass die Kinder immer da sind. Und dass man den ganzen Tag keinen Zeitdruck hat !! Alles Liebe nach Hamburg Sabine

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    Welch schöne Worte, Felix! Bringst es auf den Punkt!
    Darauf stoßen wir dann hoffentlich bald wieder persönlich an. Und bis dahin gibt es ein digitales „Prost“.

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    Monika Stöcker

    Das sind wunderschöne Worte. Ich glaube, dass wir alle, aus dieser Krise, viel mitnehmen. Nicht nur traurige Sachen, sondern auch, dass wir viel mehr an unsere Nächsten denken, dass das Leben einfach nicht selbstverständlich ist. Wir werden diese Zeit überstehen. Ich finde es sehr schön, dass es solche Menschen wie euch gibt. Ihr verzaubert uns immer ein Lächeln ins Gesicht. DANKE, das es euch gibt.

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